Konzert der ASO Kids Band Langenstein

26.06.2014, 19:00

  

Veranstaltungsort: Hauptplatz Perg
Adresse: , 4320 Perg
Kategorie: Oberösterreich, Schule

26. Juni 2014 | 19.00 Uhr | Hauptplatz Perg
Die ASO Kids Band der Sonderschule Langenstein musiziert am Hauptplatz Perg.

Die ASO Kids Band ist eine integrative Band unter der Leitung von Frau SL Auböck. „Aktives Musizieren mit (schwerst) behinderten Kindern“ – es ist kein Geheimnis und auch wissenschaftlich fixiert, dass aktives Musizieren mit (schwerst)behinderten Kindern eine ungeheure pädagogische und soziale Wirkung hat.

Beinahe in allen Bereichen kommt es zu Verbesserungen:
- Akustische Wahrnehmung
- Gedächtnis
- Sozialverhalten
- Motivation usw.

Sogar die körperliche Gesundheit erfährt eine Verbesserung, wenn regelmäßig, vor allem in Gemeinschaft musiziert wird. Im Jänner 2008 wurde unter Leitung von Frau Bettina Auböck eine Musikformation mit dem Namen „The ASO Kids Band“ gegründet, wobei ASO als Abk. für Allgemeine Sonderschule (Langenstein) steht.
Das Ziel, war ein öffentlicher Auftritt beim Schulschlussfest. Es begannen sofort Proben, hauptsächlich in der Freizeit, es wurden Instrumente angekauft (Sponsoren) und geprobt.

Spezielle Methoden (s.u.) kamen zum Einsatz, die den Kindern – die durchwegs behindert sind – plötzlich einen enormen Auftrieb gaben und immer mehr dafür begeisterten. Gemeinsam wurde mit Erwachsenen (LehrerInnen, SchulassistentInnen) musiziert und ca. 20 Stücke mit durchaus beachtlichem Schwierigkeitsgrad eingelernt.

Die Methoden wurden durch Dir. Erich Pammer entwickelt und angepasst. Open tunings auf Gitarren, d.h. die Gitarren werden auf eine bestimmte Tonart gestimmt und damit können alle Tonarten durch Gleiten mit dem Zeigefinger gespielt werden (Barreé System). Man erreicht dadurch sehr schnell passable Ergebnisse und kommt zu den spezifischen Instrumentalschwierigkeiten relativ spät.

Farbliche Koordination der Percussionsinstrumente (Djemben, Trommeln, Rasseln, Xylophone usw.), die die Hauptstufen der Melodik berücksichtigen aber leichte Spielbarkeit garantieren.

Elektronische Möglichkeiten des Keyboards, z.B. SF (single Finger) Begleitung, die es ermöglicht straffe Rhythmen konstant durchzuziehen ohne den Schwierigkeiten des Orgelspiels voll ausgesetzt zu sein. Es wird bewusst auf Karaoke verzichtet. Stimmliche Rücksichten auf beh. Kinder z.B. Forcierung des Raps.

Der integrative Gedanke – jung, alt, klein groß, behindert-nichtbehindert usw. steht im Vordergrund – Musik als sozialstiftendes Element zwischen den Genrationen. Der größte Wert aber war, dass die Kinder einmal im Mittelpunkt stehen konnten, dass sie gefeiert wurden, dass ihnen selbst bewusst wurde, zu welchen Leistungen sie fähig waren und dass sie nicht immer die leidvolle Erfahrung des „Ausgrenzens“ und Aussonderns machen müssen. Viele Zuschauer sprachen uns auch gerade auf diesen Effekt hin an.

Spontan, was ja leider selten ist, forderten die Kinder ein Weitermachen nach den Ferien. Wir sind derzeit dabei, die Band weiter auszubauen und auf dem Weg zu neuen Erfahrungen. Es wurde sogar eine DVD des Festes angefertigt. Unser Slogan könnte sein „Helfen beim aktiven Musizieren“ und damit Kindern zu helfen, die nicht unbedingt auf die Butterseite des Lebens gefallen sind.

Unser Integrationsgedanke:

Ethnische Integration – Musik ist eine (aktive) Sprache, die jeder versteht, besonders durch die vereinfachten Methoden kann jeder sehr bald auf hohem Niveau mitmachen und die Auftritte bescheren Erfolgserlebnisse besonders, was den Selbstwert der behinderten Kinder betrifft.

Technische Integration – Vielfältige Möglichkeiten der Instrumente (z.B. Keyboard, E-Gitarren, e-percussions, Steuern der P.A. Anlage) werden genützt, allerdings wird bewusst auf Karaoke verzichtet.

Sprachliche Integration – Musik bedarf keiner Sprache, die kognitiv verstanden werden muss, sondern spricht in erster Linie das Gefühl an.

Musikalische Integration – eine breites Feld an Instrumenten und die Auswahl meist bekannter, internationaler Werke garantieren eine Mentalität, die übergreifend über Ländergrenzen sich darstellt

Integration des Umfeldes – besonders bei Migrantinnen ist es oft schwer sie zu gemeinsamen Aktivitäten zu bringen, gemeinsames Musizieren baut Hürden und Barrieren ab, man kommt gerne und beginnt oft spontan mitzumachen
Mediale Integration – Sehr schnell verbreitete sich der Gedanke über den lokalen Bereich und vorläufiger Endpunkt ist die Ausstrahlung im Internet www.pvid.at media asolangenstein bzw. Verbreitung durch beiliegende DVD.

Behindertenintegration – ALLE Kinder, die es wünschen dürfen mitmachen, sodass das „Orchester“ oft an die 20 Mitwirkende hat. Unabhängig von der Art der Behinderung kann jedes Kind mitmachen. Sehr bald entsteht eine (wünschenswerte) Eigendynamik des Mitmachens, die viele „ansteckt“.

Erwachsene im Orchester sind, wie man vielleicht meinen könnte, keineswegs die Zugpferde, sondern auch Lernende, so wie die Kinder.

Aktives Musizieren verbessert
- Die Konzentration, sie hält länger an
- Die Gedächtnisleistung wird gesteigert
- Neues wird schneller aufgenommen
- Geduld und Selbstdisziplin
- bewirkt größeres Selbstbewusstsein (durch Auftritte)
- Verbessert die Arbeitshaltung
- baut eine aktive Lebenshaltung auf
- hilft Ängste überwinden
- stärkt das Selbstvertrauen
- verbessert den Gemütszustand
- ermöglicht ein Abreagieren
- steuert Emotionen

Im Spiel in der Gruppe:
- Rücksichtnahme auf die MitspielerInnen
- Stützung der schwächeren
- fördert die Sensibilität
- erweitert den Horizont
- entwickelt die ästhetischen Sinne usw. usw.

Impressionen


(c) Elfriede Rossori




Unsere Mitglieder:

Unser Dank an unsere Sponsoren & Unterstützer: